Oktoberfest und Volksfest-Saison: Getränkeausgabe ohne Plastik

Banner NaturStrohhalme: Trinkhalme fuer Oktoberfest und Volksfest-Saison

Ab Mitte September wird es eng in den Zelten und hektisch hinter der Theke. Oktoberfest, Cannstatter Wasen, Kirmes, Herbstfest: In wenigen Wochen laufen mehr Getränke über deutsche Tresen als im ganzen Frühjahr zusammen. Und jedes dieser Getränke bringt eine kleine Entscheidung mit, über die vor zehn Jahren niemand nachgedacht hätte. Was steckt eigentlich im Becher, außer dem Getränk? Und welche Oktoberfest-Trinkhalme halten zwei Stunden im Glas aus?

Warum das Thema ausgerechnet jetzt hochkommt

Seit dem EU-weiten Einwegplastikverbot sind Trinkhalme aus Kunststoff aus der Gastronomie verschwunden. Das ist inzwischen kalter Kaffee. Interessanter ist, was danach passiert ist: Viele Betriebe haben zur schnellsten verfügbaren Lösung gegriffen. Papierhalme waren billig, sofort lieferbar und schienen die Sache zu erledigen.

Dann kam der erste Festtag mit 28 Grad, ein Aperol Spritz stand zwanzig Minuten am Biertisch, und der Halm war Matsche.

Auf einem Volksfest fällt das stärker auf als in der Bar. Gäste sitzen länger, reden mehr, trinken langsamer. Das Getränk hat Zeit. Der Halm sollte sie auch haben.

Mehrweg im Zelt, Einweg an der Gasse

Die deutsche Festkultur ist erstaunlich uneinheitlich, wenn man genau hinschaut. Auf demselben Gelände gelten oft vier verschiedene Logiken:

  • Große Festzelte fahren fast durchgehend Mehrweg: Maßkrug, Glas, Pfandsystem, eigene Spülstraße. Hier braucht kaum jemand einen Trinkhalm.
  • Cocktail- und Spritz-Stände in den Gassen arbeiten mit Bechern und hohem Durchsatz. Spülen ist logistisch selten machbar, hier läuft Einweg.
  • Weinzelte und Almhütten liegen dazwischen und entscheiden meist nach Getränkekarte.
  • Mobile Bars und Caterer, die von Fest zu Fest ziehen, haben weder Platz noch Wasseranschluss für Spülgut.

Für Betreiber heißt das: Es gibt keine Lösung, die für das gesamte Gelände passt. Es gibt Bereiche, in denen Mehrweg selbstverständlich ist, und Bereiche, in denen ein guter Einwegartikel die realistischere Antwort ist. Wer das vorher trennt, spart sich im Betrieb eine Menge Diskussionen.

Woran gute Einweghalme sich messen lassen

Wenn Sie ohnehin Einweg einsetzen, sollten Oktoberfest-Trinkhalme wenigstens drei Dinge können.

Formstabil bleiben. NaturStrohhalme sind in kalten Getränken bis zu 2 Stunden formstabil. Für ein Festgelände, auf dem ein Radler auch mal eine Runde Riesenrad überlebt, ist das die eigentlich relevante Zahl.

Geschmacksneutral sein. Der Halm besteht aus 57 % Tapiokastärke und 42 % Pfeilwurzelmehl. Kein Papiergeschmack, keine aufgeweichten Fasern, kein Nachgeschmack im Spritz.

Rechtlich sauber sein. Geprüft nach den EU-Vorgaben für Lebensmittelkontakt, vegan (V-Label) und glutenfrei, also unbedenklich für alle Gäste. Ohne Beschichtung, daher keine typische PFAS-Quelle. Und weil es ein Einwegprodukt ist, entfällt die Reinigung komplett. Wohin der Halm nach dem Getränk gehört, gibt Ihr Entsorger vor.

Welche Größe zu welchem Festgetränk passt

Für die Volksfest-Saison ist Ø 8 × 200 mm das Arbeitspferd: Radler, Aperol Spritz, Hugo, alles was im hohen Becher rausgeht. Es ist auch unser meistbestelltes Format in der Gastronomie, und zwar mit deutlichem Abstand.

Dazu kommt die Optik, die auf einem Fest mehr zählt als in der Hotelbar. Die vier Farben entstehen aus echten Zutaten: Weiß (natur), Gelb (Kurkuma), Rot (Rote Bete), Grün (Pandanblätter). Ein gelber Halm im Hugo, ein roter in der Kirschbowle. Ihre Gäste fotografieren die Getränke ohnehin, bevor sie trinken.

Vor der Saison: die kurze Checkliste

  • Durchsatz pro Ausschankstelle realistisch schätzen, inklusive Spitzenstunden am Samstagabend
  • Bereiche vorher trennen: Wo funktioniert Mehrweg, wo ist Einweg die praktikable Antwort?
  • Nur zwei Halmgrößen einplanen statt vier, das spart Chaos im Rückraum
  • Lagerplatz trocken halten, Stärkehalme mögen Feuchtigkeit so wenig wie Papier
  • Nachbestellung vor dem Saisonpeak terminieren

Der letzte Punkt klingt banal, ist aber der häufigste Anruf bei uns Ende September. Über 95 % unserer Bestellungen kommen aus Gastronomiebetrieben, die etwa alle 3 Monate nachbestellen. Wer über die Festsaison plant, rechnet also am besten mit einem Puffer ein, bevor alle gleichzeitig zum Hörer greifen.

Was am Ende beim Gast ankommt

Ein Fest gilt als gelungen, wenn die Gassen voll sind und das Programm stimmt. Was dabei selten in der Bilanz auftaucht: Ein Volksfestwochenende produziert Abfall in einer Größenordnung, die man erst am Montagmorgen begreift, wenn die Reinigung anrückt. Und ein spürbarer Teil davon entsteht an der Getränkeausgabe.

Genau dort haben Sie als Gastronom Einfluss, über eine Bestellentscheidung, die Sie ohnehin jedes Jahr treffen. Ein Halm aus Tapioka und Pfeilwurz ist am Ende pflanzliche Stärke. Kunststoff bleibt deutlich länger.

Machen Sie Ihr Fest zu einer schönen Erinnerung und nicht zu einem zusätzlichen Berg Müll für die Erde.


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