
Ein Gast mit Zöliakie setzt sich an Ihre Bar, wirft einen Blick auf die Cocktailkarte und fragt, noch bevor er bestellt: „Ist da Gluten drin?“ Für Ihr Team ist das längst Alltag. Für Sie als Betreiber ist es eine Frage mit Folgen, denn die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) verpflichtet Sie, über die 14 Hauptallergene zu informieren, auch bei Getränken, die offen ausgeschenkt werden. Was dabei gerne übersehen wird: Ein Cocktail besteht nicht nur aus Spirituose, Sirup und Frucht. Für den Gast gehört alles zur Antwort, was im Glas steckt. Der Trinkhalm eingeschlossen.
Warum diese Frage heute selbstverständlich ist
Viele Gäste mit Zöliakie, Weizenallergie oder Unverträglichkeiten fragen nach, bevor sie ein Getränk bestellen. Das hat gute Gründe:
- Sie kennen ihre Auslöser oft genauer als das Servicepersonal, das den Drink zubereitet.
- Sie haben schon einmal eine falsche Auskunft bekommen und fragen deshalb lieber zweimal nach.
- Sie erwarten, dass eine Bar, die auf Details achtet, auch bei Inhaltsstoffen genau ist.
Für Ihr Team bedeutet das: Eine schnelle, korrekte Antwort schafft Vertrauen. Eine unsichere Antwort, ein Achselzucken oder ein „müsste passen“ kann im schlechtesten Fall eine echte gesundheitliche Reaktion auslösen. Im Zweifel zählt, was Sie im Betrieb tatsächlich wissen, wenn ein Gast mit Zöliakie konkret nachfragt.
Bei Zöliakie gehört der Trinkhalm zur Antwort dazu
Rechtlich ist der Halm keine Zutat des Getränks. Für einen Gast mit Zöliakie ändert das wenig, denn der Halm steckt im Glas. Viele Betriebe sind in den letzten Jahren auf nachhaltigere Trinkhalme umgestiegen, ohne im Detail zu prüfen, woraus diese bestehen. Am Markt gibt es zum Beispiel Halme aus Hartweizengrieß, sogenannte Pasta-Halme. Sie enthalten Gluten und sind für Gäste mit Zöliakie nicht geeignet, auch wenn sie als nachhaltig beworben werden. Wer seinem Team keine klare Antwort mitgeben kann, verlagert das Risiko auf den Moment an der Bar, in dem am wenigsten Zeit für Nachforschung bleibt.
Genau hier lohnt sich ein Blick auf die eigene Lieferkette:
- Woraus besteht der Trinkhalm, den Ihre Bar verwendet?
- Liegen Ihnen dazu schriftliche Angaben des Herstellers vor?
- Weiß Ihr Team die Antwort, ohne erst nachschauen zu müssen?
Das ist kein theoretisches Problem. Beim Umstieg auf eine Alternative wird oft nach Optik, Preis und Lieferzeit entschieden, die Zutatenliste rutscht dabei ins zweite Glied. Für die meisten Gäste macht das keinen Unterschied. Für einen Gast mit Zöliakie kann es der Unterschied zwischen einem entspannten Abend und einem ernsten Problem sein.
Was in NaturStrohhalme steckt
Unsere Trinkhalme bestehen aus 57 % Tapiokastärke und 42 % Pfeilwurzelmehl, bei den farbigen Halmen kommt 1 % natürliche Farbe dazu. Der weiße Halm enthält 57 % Tapiokastärke und 43 % Pfeilwurzelmehl. Tapioka und Pfeilwurz werden aus Wurzelknollen gewonnen, nicht aus Getreide. Für Ihren Betrieb heißt das:
- Glutenfrei: geeignet für Gäste mit Zöliakie
- Vegan, mit V-Label
- Geschmacksneutral, der Cocktail schmeckt so, wie er soll
- Bis zu 2 Stunden formstabil in kalten Getränken
- Nach den EU-Vorgaben für Lebensmittelkontakt geprüft
- Ohne Beschichtung, daher keine typische PFAS-Quelle
Diese Angaben brauchen Sie vor allem in einem Moment: wenn ein Gast an der Bar konkret nachfragt. Haben Sie zu einzelnen Punkten Fragen, sprechen Sie uns direkt an.
Kurze Antworten für Ihr Team
Damit niemand an der Bar improvisieren muss, helfen ein paar feste Sätze für die häufigsten Fragen:
- „Ist der Strohhalm glutenfrei?“ Ja, er besteht aus Tapiokastärke und Pfeilwurzelmehl, beides ohne Gluten.
- „Ist er vegan?“ Ja, er trägt das V-Label.
- „Ist da Plastik oder PFAS drin?“ Er ist aus Pflanzenstärke, ohne Kunststoff und ohne Beschichtung, also ohne typische PFAS-Quelle.
- „Wird er im Drink weich?“ Er bleibt in kalten Getränken bis zu zwei Stunden formstabil.
Vier Sätze, die man sich merken kann. So klingt eine Bar, die auf die Frage vorbereitet ist.
Mehr als eine Zeile auf der Speisekarte
Über 95 % unserer Bestellungen kommen aus Gastronomiebetrieben, die etwa alle drei Monate nachbestellen. Für viele Bars und Hotels ist der Halm also fester Teil des Standards, so wie das Glas oder die Garnitur. An einem normalen Abend spricht niemand darüber. An dem Abend, an dem ein Gast mit Zöliakie konkret nachfragt, entscheidet er zwischen einer souveränen Antwort und einer unangenehmen Pause.
Für Ihre Karte bedeutet das auch: Sie müssen nicht bei jedem Cocktail einen Vermerk zum Trinkhalm ergänzen. Es reicht, wenn Ihr Team weiß, dass die Antwort auf „glutenfrei“, „vegan“ oder „PFAS“ bei jedem Glas dieselbe ist, egal welcher Drink gerade entsteht. Welche Halmgröße zu welchem Glas passt, zeigt unser Überblick zu Strohhalm-Größen und Durchmessern.
Ein Gast, der weiß, was er trinkt, kommt wieder und muss beim nächsten Mal nicht mehr fragen.
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