Papierhalme: weniger grün als gedacht. Was eine Studie aus Südkorea zeigt

Banner NaturStrohhalme: Papierhalme weniger grün als gedacht, Barista füllt Papierstrohhalme in einen Halter

Als im Juli 2021 der Plastikhalm aus Europas Bars verschwand, galten Papierstrohhalme als die braven Nachfolger. Nach zwanzig Minuten etwas weich, ein leichter Pappgeschmack, dafür ein gutes Gewissen im Glas. Im Oktober 2026 hat dieses gute Gewissen einen ordentlichen Kratzer bekommen. Eine Ökobilanz im Auftrag des südkoreanischen Ministeriums für Klima, Energie und Umwelt, über die unter anderem The Korea Herald und das Fachportal Packaging Insights berichtet haben, kommt zu Ergebnissen, die so manche Barkarte ins Grübeln bringen dürften.

Was die Forschenden untersucht haben

Von Mai 2025 bis April 2026 hat die koreanische Gesellschaft für Ökobilanzierung den gesamten Lebensweg von Einweghalmen betrachtet, von der Herstellung bis zur Entsorgung. Grundlage war ein Szenario, in dem 73,6 % der Abfälle verbrannt und 26,4 % deponiert werden.

Im Vergleich standen vier Materialien:

  • herkömmlicher Kunststoff (Polypropylen, PP)
  • Papier
  • abbaubarer Kunststoff (z. B. PLA)
  • Bio-PE, ein Kunststoff mit biobasierten Anteilen

Bewertet wurden 16 Umweltwirkungen, darunter Treibhausgase, Ozonabbau, Versauerung, krebserregendes Potenzial für Menschen und Feinstaub.

Die Zahlen, die nachdenklich machen

Das Ergebnis dreht die gängige Annahme über Papierstrohhalme ziemlich auf den Kopf. Alle Werte sind am klassischen Plastikhalm (PP) gemessen:

  • Ozonabbau: Papierstrohhalme liegen beim 2,2-Fachen von PP, abbaubarer Kunststoff beim 2,4-Fachen, Bio-PE sogar beim 4-Fachen.
  • Krebserregendes Potenzial: bei Papierstrohhalmen 6,33-mal so hoch wie bei PP, beim abbaubaren Kunststoff 3,3-mal, bei Bio-PE 16-mal.
  • Feinstaub: Papierstrohhalme verursachen das 1,62-Fache, abbaubarer Kunststoff knapp das 2-Fache, Bio-PE das 12-Fache.
  • Klima, Versauerung, Feinstaub und Humantoxizität: Hier schnitt ausgerechnet der klassische Plastikhalm am besten ab, insgesamt in 10 von 16 Kategorien.

Eine wichtige Einordnung gehört dazu: Gemessen wurden Risiken aus Emissionen entlang von Produktion und Entsorgung. Wer an einem Papierhalm nippt, nimmt also keine sechsfache Schadstoffdosis auf. Die Zahlen beschreiben, was ein Halm auf seinem Weg durch Fabrik und Verbrennungsanlage in Luft und Umwelt hinterlässt.

Papierstrohhalme und Kunststoff im direkten Vergleich

Rechnet man frühere Studien hinzu, ergibt sich ein recht klares Bild:

Plastik (PP)

  • in der EU seit 2021 als Einweghalm verboten
  • in der koreanischen Ökobilanz in mehreren Kategorien vorne
  • bleibt als Abfall sehr lange in der Umwelt

Papier

  • Papierstrohhalme brauchen Klebstoff und häufig eine Beschichtung, um im Drink zu halten
  • 2023 fanden Forschende der Universität Antwerpen PFAS in 18 von 20 getesteten Papierhalm-Marken (mehr dazu)
  • laut Forschenden der Northeastern University und des Woods Hole Oceanographic Institution benötigt die Herstellung von Papierstrohhalmen 10- bis 100-mal mehr Wasser als bei Biokunststoff
  • in der koreanischen Studie in 3 von 16 Kategorien das Material mit der höchsten Belastung

Biokunststoff (z. B. PLA, Bio-PE)

  • fällt in der EU unter die Einwegkunststoffrichtlinie und ist damit ebenso verboten
  • Bio-PE schnitt in der Studie in 10 Kategorien am schlechtesten ab, mit den höchsten Werten bei Ozonabbau, krebserregendem Potenzial und Feinstaub

Ein Ergebnis betrifft übrigens alle gleichermaßen: Trinkhalme, auch Papierstrohhalme, lassen sich praktisch nicht recyceln. Sie sind schlicht zu klein, um in Sortieranlagen maschinell oder von Hand aussortiert zu werden, und landen am Ende in der Verbrennung.

Weniger Halme, besser gewählt

Die Forschenden ziehen daraus einen bemerkenswert unaufgeregten Schluss. Eine Politik, die nur den Plastikhalm verbietet und die übrigen Einweghalme wie Papierstrohhalme außen vor lässt, greift zu kurz. Der wirksamste Hebel sei, Halme gar nicht erst automatisch in jedes Glas zu stecken, sondern nur auf Wunsch auszugeben.

Für Ihre Theke lässt sich das gut übersetzen:

  • Halm auf Wunsch: Beim Wasser, beim Bier oder beim Negroni im Tumbler vermisst ihn kaum jemand.
  • Halm mit Funktion: Bei Crushed Ice, Frozen Drinks, Sours mit Schaum oder Berliner Weiße gehört er einfach dazu.
  • Material prüfen: Fragen Sie Ihren Lieferanten nach Zutatenliste, Beschichtung und Nachweisen zum Lebensmittelkontakt.
  • Passende Größe wählen: Ein Halm, der zum Glas passt, wird seltener verbogen, verstopft oder ersetzt (Größen-Guide).

So sparen Sie Material, Geld und Diskussionen, und die Halme, die über den Tresen gehen, haben ihren Platz wirklich verdient.

Wurzelstärke als ehrliche Alternative

Gleich vorweg: Halme aus Wurzelstärke waren nicht Teil der koreanischen Studie, deshalb nennen wir hier bewusst keine Vergleichswerte. Was wir Ihnen sagen können, ist, was in NaturStrohhalme steckt: 57 % Tapiokastärke und 42 % Pfeilwurzelmehl, dazu 1 % natürliche Farbe. Der weiße Halm enthält 57 % Tapiokastärke und 43 % Pfeilwurzelmehl. Kein Papier, kein Kunststoff, kein Klebstoff.

Für Ihren Betrieb bedeutet das:

  • Ohne Beschichtung, daher keine typische PFAS-Quelle
  • Vegan (V-Label) und glutenfrei, passend für Gäste mit Unverträglichkeiten
  • Geschmacksneutral, Ihr Signature Drink bleibt Ihr Signature Drink
  • Bis zu 2 Stunden formstabil in kalten Getränken, auch mit Crushed Ice
  • Nach den EU-Vorgaben für Lebensmittelkontakt geprüft

Die vier natürlichen Farben Weiß (natur), Gelb (Kurkuma), Rot (Rote Bete) und Grün (Pandan) kommen ganz ohne Kunstfarbstoffe aus. Wenn schon ein Halm im Glas steckt, darf er auch gut aussehen.

Größe Empfohlen für
Ø 6 × 200 mm Longdrinks, Spritz, leichte Cocktails
Ø 8 × 200 mm Sours, fruchtbetonte Cocktails
Ø 8 × 150 mm Caipirinha und Drinks mit Crushed Ice
Ø 12 × 200 mm Frozen Drinks, Shakes, Smoothie-Cocktails

Ø 8 × 20 cm ist unser meistbestelltes Format in der Gastronomie. Über 95 % unserer Bestellungen kommen aus Gastronomiebetrieben, die etwa alle 3 Monate nachbestellen. Offenbar lohnt es sich, bei diesem kleinen Detail einmal genauer hinzuschauen.

Der beste Halm ist der, den Ihr Gast wirklich braucht, und dann einer, über den Sie ihm alles erzählen können.


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Kontakt:
📞 +49 40 8707 6348
📧 info@natur-strohhalme.com
🌐 www.natur-strohhalme.com

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