Papierstrohhalm oder NaturStrohhalme: was in der Praxis zählt

Papierstrohhalme in einem Glas neben NaturStrohhalmen in einem Bambusbecher, geteilte Bildfläche mit der Zeile Gleiche Funktion, anderes Erlebnis.

Seit dem EU-Verbot von Einweg-Plastikhalmen haben Betriebe die Wahl zwischen mehreren Alternativen, allen voran Papier und Halme aus pflanzlichen Rohstoffen. Auf den ersten Blick wirkt die Entscheidung einfach. Papier ist bekannt, günstig zu beschaffen und in fast jedem Großhandel gelistet. Wer genauer hinschaut, merkt schnell: Papierhalm ist nicht gleich Papierhalm. Und die Frage, die im Alltag zählt, ist fast nie der Stückpreis. Sie lautet: Welcher Halm hält am Tresen tatsächlich durch? Ein ehrlicher Vergleich lohnt sich vor allem für Betriebe, die täglich Hunderte Halme verbrauchen. Papierstrohhalm oder NaturStrohhalme, im Alltag entscheidet darüber mehr als der Stückpreis.

Stabilität hängt vom einzelnen Halm ab, nicht allein vom Material

Papierhalme unterscheiden sich stark voneinander. Dünnwandige Varianten weichen in kalten Getränken oft schon nach kurzer Zeit auf. Dickere, doppelwandige Ausführungen halten länger durch. Wie lange genau, hängt von Papierdicke, Beschichtung und Getränk ab. Ein Spritz mit viel Eis belastet den Halm anders als ein stiller Softdrink. Papier ist damit eine Materialkategorie mit großer Schwankungsbreite und keine verlässliche Konstante.

Das eigentliche Risiko liegt bei den dünnen, kaum beschichteten Varianten. Weicht so ein Halm nach wenigen Minuten auf, greift der Gast zum zweiten oder dritten. Das ist ein Reflex und kein Sonderfall. Rechnen Sie es einmal für Ihren Betrieb durch: Nimmt nur jeder vierte Gast einen zweiten Halm, steigt der Verbrauch um 25 Prozent. Auf der Einkaufsrechnung für Papierhalme taucht dieser Posten nicht auf. Am Monatsende ist er trotzdem da.

NaturStrohhalme bestehen zu 57 % aus Tapioka und zu 42 % aus Pfeilwurz, dazu kommt 1 % natürliche Farbe. Die ungefärbte weiße Variante kommt auf 57 % Tapioka und 43 % Pfeilwurz. In kalten Getränken bleiben sie bis zu 2 Stunden formstabil, unabhängig davon, wie lange ein Gast an seinem Drink sitzt. Für den Betrieb ist das vor allem eine planbare Eigenschaft statt einer Größe, die von Charge zu Charge schwankt.

Geschmack, den niemand im Drink haben will

Ein Aspekt, der in Preisvergleichen oft untergeht: Papier kann Geschmack abgeben, besonders bei längerem Kontakt mit der Flüssigkeit oder bei Beschichtungen, die den Halm wasserfest machen sollen. Bei einem Gin Tonic oder einem leichten Weißwein-Spritz fällt das schneller auf als bei süßen, stark aromatisierten Drinks.

NaturStrohhalme sind geschmacksneutral. Der Halm bleibt im Hintergrund und das Getränk schmeckt so, wie Ihre Bar es gemixt hat.

Vergleichsgrafik: Papierstrohhalme sind für die Wasserfestigkeit beschichtet und können nach kurzer Zeit weich werden. NaturStrohhalme bestehen aus 57 Prozent Tapioka und 42 Prozent Pfeilwurz, tragen keine Beschichtung und bleiben bis zu 2 Stunden formstabil.

Die Beschichtung ist der eigentliche Knackpunkt

Damit ein Papierhalm wasserfest wird, braucht er eine Beschichtung. Genau dort setzt eine Untersuchung der Universität Antwerpen an. Getestet wurden 39 Strohhalm-Marken aus fünf Materialien. PFAS-Rückstände fanden sich in 18 von 20 Papierhalm-Marken und in 4 von 5 Bambushalm-Marken, vermutlich aus eben dieser wasserabweisenden Beschichtung (Boisacq et al., 2023, Food Additives & Contaminants: Part A, DOI 10.1080/19440049.2023.2240908). Das ist kein Grund zur Panik. Es ist ein Anlass, bei der Halmwahl genauer hinzuschauen, statt sich auf das Etikett „nachhaltig“ zu verlassen. Wie PFAS überhaupt in einen Trinkhalm kommen, steht ausführlich im PFAS-Überblick.

NaturStrohhalme kommen ohne Beschichtung aus. Damit entfällt die typische Quelle, über die PFAS in andere Halme gelangen. Dazu kommen Eigenschaften, die im Betrieb zählen:

  • nach den EU-Vorgaben für Lebensmittelkontakt geprüft (Verordnung (EG) 1935/2004 und (EU) 10/2011)
  • vegan nach V-Label
  • glutenfrei
  • ohne Kunststoffanteil

Was nach dem Service passiert

Papier gilt gemeinhin als unproblematisch in der Entsorgung. In der Praxis brauchen viele beschichtete Papierhalme jedoch industrielle Kompostierungsanlagen, die nicht überall verfügbar sind. NaturStrohhalme tragen keine Beschichtung. Wohin der Halm nach dem Einsatz gehört, gibt Ihr Entsorger vor. Seit der Novelle der Bioabfallverordnung im Mai 2025 regelt das jede Kommune eigenständig, ein kurzer Blick in die örtliche Vorschrift lohnt sich also.

Was der Gast wirklich merkt

Am Tresen zählt am Ende die Erfahrung des Gastes. Ein Halm, der über die gesamte Trinkzeit hält, ohne weich zu werden oder Geschmack abzugeben, fällt gar nicht auf. Genau das ist das Ziel. Fällt er doch auf, weil ein dünner Papierhalm nach zehn Minuten nachgibt, wird aus einem kleinen Detail ein Moment, an den sich der Gast erinnert.

Dazu kommt der optische Punkt. NaturStrohhalme gibt es in vier Farben aus echten Zutaten, ohne künstliche Farbstoffe:

  • Weiß (natur) für den klaren, universellen Auftritt
  • Gelb (Kurkuma) für tropische Drinks
  • Rot (Rote Bete) für kräftige, fruchtbetonte Cocktails
  • Grün (Pandanblätter) für frische Highballs

Der Ø 8 × 20 cm ist laut unseren Bestelldaten das meistbestellte Format in der Gastronomie. Ein Durchmesser deckt vom Softdrink bis zum Smoothie fast die ganze Karte ab. Welche Größe zu welchem Getränk passt, steht im Größen-Guide.

Die richtige Frage stellen

Papierstrohhalm oder NaturStrohhalme lassen sich nicht auf eine einzige Kennzahl reduzieren. Wer die Wahl trifft, schaut am besten über den Stückpreis hinaus: auf das, was am Tresen hält, und auf das, was im Getränk unbemerkt bleibt. Einen Überblick über alle gängigen Materialien gibt der Strohhalm-Vergleich.

Häufige Fragen

Werden Papierstrohhalme stabiler, wenn sie dicker sind?

Dickere, doppelwandige Papierhalme halten in der Regel länger durch als dünnwandige. Wie lange genau, hängt zusätzlich von der Beschichtung und vom Getränk ab. Eine feste Zeitangabe gibt es bei Papier deshalb nicht.

Warum stecken in Papierstrohhalmen PFAS?

Papier ist von Natur aus nicht wasserfest und wird dafür beschichtet. Die Untersuchung der Universität Antwerpen (Boisacq et al., 2023) fand PFAS-Rückstände in 18 von 20 Papierhalm-Marken und führt sie auf diese wasserabweisende Beschichtung zurück.

Woraus bestehen NaturStrohhalme?

Aus 57 % Tapioka und 42 % Pfeilwurz, dazu 1 % natürliche Farbe aus Kurkuma, Roter Bete oder Pandanblättern. Die weiße Variante kommt ohne Farbe aus und besteht zu 57 % Tapioka und 43 % Pfeilwurz. Eine Beschichtung tragen sie nicht.

Wie lange bleibt ein NaturStrohhalm im Glas stabil?

Bis zu 2 Stunden in kalten Getränken. Das gilt auch für Cocktails mit viel Eis.

Welche Größe passt für die Gastronomie?

Der Ø 8 × 20 cm ist unser meistbestelltes Format, weil ein Durchmesser den Großteil der Getränkekarte abdeckt. Für Cocktails in niedrigen Gläsern eignet sich zusätzlich der Ø 8 × 15 cm.

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Großmengen und Konditionen: le@natur-strohhalme.com


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